Geschützte Radwege / Protected Bikelanes

An viel befahrenen Straßen, vor allem an solchen, an denen Tempo 50 erlaubt ist, benötigen Radfahrer einen besonderen Schutz. Das Radeln auf der Straße ist hier für Kinder nicht möglich. Deshalb fordern wir entlang für Hauptrouten entlang von Hauptstraßen Protected Bike Lanes oder baulich getrennte Radwege

Schutzstreifen

Schutzstreifen erachten wir höchstens in ruhigen Nebenstraßen (Tempo 30) als sinnvoll. Sie bieten den geringsten Schutz und kein subjektives Sicherheitsgefühl. KFZ können den Schutzstreifen leicht überfahren, und sind an manchen Stellen gar dazu gezwungen. Der Streifen suggeriert Fahrern, dass der Abstand zu Rädern beim Überholen ausreichend sei, solange man sich an die Linie auf dem Boden hält – das resultiert in noch knapperen Überholvorgängen und ist für die Sicherheit der Radler kontraproduktiv. Deshalb sind Schutzstreifen kein adäquates Element für Hauptrouten.

Protected Bike Line

Einen besseren Schutz bietet eine Protected Bike Lane, der geschützte Radfahrstreifen. Dabei wird ein Schutzstreifen durch Poller oder andere Einrichtungen vom Autoverkehr getrennt. Dadurch kann es nicht ohne Weiteres passieren, dass Autoverkehr auf den Schutzstreifen gelangt. Das erhöht auch die gefühlte Sicherheit der Radler und erlaubt es mehr Menschen ohne Angst aufs Fahrrad umzusteigen. Protected Bike Lanes sollten bestenfalls breit genug sein, dass zwei Radler nebeneinander Platz haben, damit ein Überholen möglich ist und sich Radler aller Altersklassen und Geschwindigkeiten auf dem Streifen wohlfühlen können.

Baulich getrennter Radweg

Ein baulich getrennter Radweg vermittelt in der Regel das höchste Sicherheitsgefühl. Dieser wird durch eine Bordsteinkante von der Straße getrennt sein. So besteht für Radfahrer kaum noch Gefahr, mit einem Auto zu kollidieren. Dabei ist aber darauf zu achten, dass der Radweg so breit ist, dass zwei Radfahrer nebeneinander fahren können. Außerdem soll die Trennung auch zum Fußweg hin bestehen, damit kein Konflikt mit Fußgängern besteht und ein genügender Abstand von parkenden Fahrzeugen auf der Fahrbahn zum Fahrradweg hin, um zu verhindern, dass plötzlich geöffnete Beifahrertüren zur Gefahr für Radler werden. Während das Sicherheitsgefühl bei dieser Variante am höchsten ist, kann es hier passieren, dass Fahrzeuge den Fahrradweg zum Halten nutzen und damit Fuß- und Radverkehr gefährden.

Siehe auch unsere PM zu Teddylane und der Prüfeningerstraße