Critical Mass goes Uni

Wusstest du, dass

man laut § 27 StVO ab 16 Radler*innen einen geschlossen Verband bilden darf? Das bedeutet, dass die Radwegbenutzungspflicht für Mitglieder des Verbands nicht greift und der Verband als einzelnes Fahrzeug aufgefasst wird. Als solches darf nebeneinander gefahren werden. Außerdem darf der Verband geschlossen über Kreuzungen fahren, auch wenn die Ampel zwischenzeitlich auf Rot springt. Andere Verkehrsteilnehmer*innen dürfen nicht in den Verband einfahren.

Was wäre, wenn

sich in Zukunft Gruppen aus mindestens 16 Leuten spontan an der Alberstraße (oder an Wohnheimen) als Verband vereinen und gemeinsam den Galgenberg hochfahren? Man dürfte den gesamten Fahrstreifen ausnutzen, müsste sich nicht von anderen Verkehrsteilnehmer*innen an den Rand drängen lassen und könnte viel einfacher auf Radfahrstreifen stehenden Fahrzeugen ausweichen.

Aber Achtung,

eine derartige „Critical Mass“ ist nicht als Demo zu verstehen, vielmehr als spontaner Zusammenschluss. Heute sind wir mit der Polizei unterwegs, da es sich um eine Kundgebung handelt. Solltet ihr spontan im Verband radeln, nehmt z. B. Warnwesten für die Außenecken mit und achtet gut aufeinander. Die Vorderen sollten nicht zu schnell fahren, hinten immer aufschließen. Solltet ihr viele sein, informiert euch über „Corken“. Dabei sichern Teilnehmer*innen abwechselnd die Kreuzung ab, damit die Gruppe sicher passieren kann.

Wir sind heute unterwegs,

da der Galgenberg dem Radentscheid-Team sehr oft als Stelle genannt wird, die von Radler*innen als nicht sicher empfunden wird. Wir wollen gemeinsam ein Signal senden, dass sich gerade hier etwas ändern muss. Vielleicht können wir uns in den nächsten Monaten im Verband sicherer fühlen – auf lange Sicht muss die Stadt hier aber nachbessern.

Treffpunkt

07.15 Uhr, an der Ecke D.-M.-Luther-Straße / Albertstraße, auf der Busspur. Abfahrt 7.30 Uhr, damit wir pünktlich um acht an der Uni sind. Unterwegs gibt’s einen kurzen Halt an OTH und TechBase.

Hier geht’s zur Veranstaltung